Herbst

Neben dem Wiederbeleben von Erinnerungen treten jetzt immer mehr neue Erlebnisse in den Vordergrund. In meiner kurzen Zeit hier als Praktikant, habe ich hier nie den Herbst erlebt. Das ist hier eine der schönsten Jahreszeiten, da NJ so grün und reich an altem Baumbestand ist.

Man unterstellt den Amerikanern ja oft, dass sie sich von der Natur abgewandt haben und sich nur noch auf Shopping Malls, Fernsehen und Autofahren reduziert haben. Das stimmt aber nicht, denn die Amerikaner haben ein sehr guten Sinn für die Natur. Die Häuser der ganzen Gegend hier sind in altem Baumbestand integriert, sodass man in einem Luftbild die Besiedlung vollständig gar nicht erfassen kann. Die Bäume werfen viel Schatten, machen Dreck und stürzen potentiell genauso oft um wie in Deutschland, allerdings käme hier niemand auf die Idee sein Grundstück zu roden. So verwandelt sich die Gegend hier langsam in bunte Herbstfarben und wir geniessen in unserer Übergangswohnung hier draussen in NJ das schöne Klima dieser Jahreszeit.

1997 konnte ich damals einen knallroten frisch auf den Markt gekommen Z3 übers Wochenende fahren. Den fuhr ich mit Tobias dann im Hinterland spazieren, um den überfüllten Highways des Grossraums NY zu entkommen. Ich war damals überrascht wie schnell man hier in schönster Natur war.

Wir machen hier aus unserer Vorstadtzeit in Westwood das Beste und sind dieses Wochenende genau da wieder hingefahren, um zu wandern und den Indian Summer zu geniessen. Wir fuhren in den Bear Mountain National Park.IMG_1414[1]Natürlich waren wir hier nicht die einzigen und auf der Hauptroute zum Bear Montain Tower Hill, waren wir mit Menschenmassen unterwegs, da staunt Andechs selbst im Sommer zur Hauptsaison. Ganz oben hat man einen herrlichen Blick auf die grünen Laubwälder der Gegend und man sieht wie hier auf dem Bild im Hintergrund die Skyline von Manhattan.

Das Laub beginnt sich gerade zu färben und wir konnten einige schöne Bilder mit unseren iPhones machen.

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Der Weg hinauf war anfänglich durchaus anstrengend und es blieben einige untrainierte Amerikaner auf der Strecke. Allerdings muss man sagen, dass es hier im Grossraum NY wenig wirklich dicke, unsportliche Leute gibt. Viele gingen hier schnellen Schrittes auf den kleinen Gipfel.

Nach unseren 3 stündigen Tour bekamen wir Hunger und fuhren nach Norden, um einzukehren. Was ich nicht wusste war, dass wir auf die Elitesoldaten-Ausblidungsstelle der US-Army zusteuerten. So kamen wir in West-Point an und verstanden die Soldatenstatuen und alten Panzer nicht, die hier zur Zierde aufgestellt wurden. Das Städtchen ist sehr reizvoll und alt, aber wohl sehr von der Armee geprägt. Pinky hat mir strikt untersagt hier politische Diskussionen anzuzetteln. Hier hätte jeder eine Waffe zu hause, schaut Fox-News und wählt die Republikaner. An Nationalismus mangelt es den Amerikanern ja eh nicht. Es hängt überall eine Flagge herum, ob es passend ist oder nicht. Bemalte Häuser habe ich in dieser Form allerdings nur hier gesehen.

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Heute sind wir mit Chad und Paula zum Äpfelpflücken nochmals auf Land gefahren und haben einen kleinen Spaziergang gemacht. Diesmal waren wir mit Automassen unterwegs und übten uns geduldig in Staus zu stehen.

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Die Natur ist hier in dem Nationalpark sich komplett selbst überlassen und vermittelt einen guten Eindruck, wie die Gegend wohl aussah, bevor die weissen Siedler hier eintrafen.

Die bunte Stadt besuchen wir später wieder, das nächste Wochenende wird wohl auch den bunten Blättern gewidmet sein. Die Stadt läuft uns nicht davon..

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